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State of High Performance
Jakub Choma, Claire Fontaine, Kasia Fudakowski, Martin Kohout, Ariane Loze, Pilvi Takala
15.05.2020 bis 19.07.2020

Eröffnung

Donnerstag, 14.05.2020 - 19:00 uhr

Öffnungszeiten

Dienstag - Freitag
11:00 - 19:00 Uhr

Samstag, Sonntag
12:00 - 18:00 Uhr

Ort

basis e.V. Gutleutstraße 8-12 60329 Frankfurt am Main

To-do-Listen, Zeitmanagement, konstante Leistungssteigerung, Stressbewältigung...
Das Credo einer hohen Produktivität ist in unserer heutigen Gesellschaft allgegenwärtig. Doch was versteht man eigentlich unter Produktivität und wie kommt sie zustande? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um konstant produktiv zu sein und welche Auswirkungen haben sie auf den Menschen und seinen mentalen und sozialen Zustand? Und inwieweit wirkt sich dieser Effizienz-Druck ebenso auf die künstlerische Produktion aus?

Die Gruppenausstellung "State of High Performance" nähert sich diesem alle Lebensbereiche durchdringenden Leistungsprinzip und seinen Strukturen schlaglichtartig an. Gezeigt werden künstlerische Arbeiten von Jakub Choma, Claire Fontaine, Kasia Fudakowski, Martin Kohout, Ariane Loze und Pilvi Takala, die dem Leitbild der Produktivität auf ironische, affirmative, widerständige oder kritische Weise nachspüren.
Sie beleuchten nicht nur die Produktionsbedingungen und -prozesse, die auf eine hohe Produktivität ausgelegt sind, sondern fragen ebenso danach, wie sich Effizienz überhaupt ermitteln lässt. Inwieweit auch immaterielle oder künstlerische Arbeit jenen Mustern untergeordnet ist, spielt ebenso eine Rolle wie die Frage, welchen Stellenwert eine konstante Verfügbarkeit und Flexibilität innerhalb der von Konkurrenz getriebenen Produktion einnehmen. Welche Auswirkungen dies auf unsere geistige Konstitution sowie unsere sozialen Beziehungen hat und welche Reaktionen eine vermeintliche Verweigerung von Produktivität mit sich bringt, geraten dabei ebenso ins Blickfeld.

Mithilfe der Übertragung des Produktivitätsdrangs auf die eigene künstlerische Arbeitsweise, die bewusste Überzeichnung des Prinzips und seiner Folgen oder seine konsequente Umkehrung reflektieren die gezeigten Werke weiterhin nicht nur die Strukturen jenes Gebots, sondern befördern ebenso eine kritische Hinterfragung des permanenten Produktivitätsdrangs und dessen Folgen.

kuratiert von Christin Müller

Mit freundlicher Unterstützung von: